Text aus Tafel: "Historische Dokumente des Luitpoldsprudels"

Die Erschließung der Heilquelle erfolgte in den Jahren 1906-1908 durch Tiefbohrung. Die Mineralquelle wurde zunächst „Der Neue Sprudel“ genannt. Im Jahre 1913 wurde sie zum Andenken an den Prinzregenten Luitpold von Bayern, unter dessen Regentschaft sie erschlossen worden war, in „Luitpoldsprudel“ umbenannt. Die Abbildung oben zeigt die geologische Aufnahme der Tiefbohrung bis 913 m unter Gelände, erstellt durch den Oberbergrat Prof. Dr. L. von Ammon. Die Bohrung wurde anschließend bei 520 m Tiefe mit einem Betonpfropfen verschlossen, da die größten Wasserzutritte im oberen Bereich lagen. Bei Ausbauarbeiten im Jahre 1909 wurde der Pfropfen wieder aufgebohrt und bis 578 m vertieft. Die Aufzeichnung hierzu sehen Sie auf der Tafel „Sicherung des Sprudelbohrloches“ von 1911 mit allen Angaben zur Geologie am Luitpoldsprudel und Ausbau der Bohrung.
Nach Beendigung einer Bohrlochreinigung 1926 war das Bohrloch bis 248,15 m Tiefe befahrbar. Es muß angenommen werden, dass ab dieser Tiefe das Bohrloch zumindest teilweise verstürzt war. Dieser Sachverhalt ist 1928 auf der Abbildung rechts festgehalten worden. Erst 1998 fand an gleicher Stelle eine Überbohrung des Luitpoldsprudels statt.

Die Verwendung von historischem Material kann, wie hier, eine Ausstellung ergänzen und bereichern. Die drei Reproduktionen zeigen technische Zeichnungen aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts. Denkbar ist auch der Einsatz von künstlerischen Objekten oder vorhandener, interessanter Ausstellungsstücke.